„Man müsste mal...“

 

„Man müsste mal...“ hat sich wohl schon jeder einmal gedacht, wenn irgendetwas so richtig schief gelaufen ist, ohne daß man daran etwas hätte ändern können. „Man müsste mal“ ist die Utopie des kleinen Mannes, das Stoßgebet, der in-die-Bredouillie-geratenen.

 

Auch Jakob Augustin Vladimir Nepomuk Prvni, die Hauptfigur dieses Bühnen-Monologs, sitzt ziemlich in der Klemme. Er hat einen Auftritt, weiß aber nicht, was er spielen soll, die Freundin ist weg, finanziell steht er mit dem Rücken zur Wand und sein Name ist so lang, daß sich den eigentlich keiner wirklich merken kann. Was tut er also? Er denkt sich raus.

 

In seinem 6. Soloprogramm begibt sich Severin Groebner auf eine Reise in die Welt der unmöglichen Möglichkeiten. In eine Welt, in der Tontechniker spielen, was sie wollen, in der Männer Burkas tragen und in der man schon mal fünf unterschiedliche Biographien haben kann. Dazwischen geht es um die Gedanken, die man sich auf Bohrinseln macht, den guten Klang in Österreich und Zeit und Raum. Er ist witzig, böse, politisch unkorrekt und sogar ein bißchen poetisch. Ein Fest für alle, die einmal dem Alltag entfliehen wollen.

 

Der Tank ist voll, ein paar Plätze noch frei und die Route ungewiß. Steigen Sie ein, legen Sie den Sicherheitsgurt an, denn: Man müsste mal...?

 

Regie: Luise Kinseher