Presse "So gibt man dem Leben seinen Sinn"
FAZ vom 22.12.2008
Doch wie Groebner zwei Stunden lang in alle Rollen schlüpft, eben noch der Severin, dann schon wieder Tante Terror, die alte Nazischachtel, ist; wie er die fromme Hilli, den Kiffer Charly und den Elvis-Imitator gibt, wie er mal die Sinnkrise besingt und dann das Glück, das wieder mal woanders ist: das ist großartig.
Und es kommt noch besser: Zwar bewegten sich Groebners Programme immer schon irgendwo zwischen Typenkabarett und der literarischen Tradition klassisch Wiener Schule, zwischen schwarzem Humor und Kalauer, Melancholie, Sarkasmus, Knittelvers und Lautgedicht. Doch wenn er mit dem "ganz normal am Leben gescheiterten" Charly am Friedhofstor schnell noch ein "Tüterl" raucht, um Beerdigung, Verwandschaft und überhaupt das Leben zu ertragen; wenn er ganz langsam abdriftet in eine Traumwelt, in der die liebe Familie endlich sich gebärdet wie sie nüchtern betrachtet immer schon war: komplett durchgeknallt nämlich, dann entpuppt sich "So gibt man dem Leben seinen Sinn" als eine Reise in Gefilde, wie man sie auf deutschen Kleinkunstbühnen lange, mindestens seit Josef Hader nicht betreten hat. Nur Antworten bekommt man nicht. Doch darauf, so hat der alte Groebner seinem Enkel mitgegeben, kommt esnicht an bei der vermaledeiten Suche nach dem Sinn: "Nur Trottel wollen Antworten. mehr Cristoph Schütte
Liebe und Tod, Absurdes und schrill Makabres. Der Wiener Ausnahmekomiker lotet die ganze Bandbreite aus und ist dabei so klug und lebensgescheit, so pointiert ist sein Witz, dass es eine Wonne ist. Durchsetzt mit Liedern, die irgendwo zwischen Chanson, Jazz und Wiener Heurigenlied liegen ist dieses Programm ein echter Geheimtipp und eines der Besten, die das Statttheater zu bieten hat. Am Ende fragt er sich die Frage der Fragen. „Moment Mal – soll das am End wirklich alles gewesen sein?“ Und auch darauf weiß das Publikum keine andere Antwort als herzhaftes Lachen. mehr
- Mittelbayerische Zeitung
Die schillernde, knisternde Schaumkrone dieses faszinierenden Wechselbads bilden Groebners köstliche Lieder, die über seine in Umfang und Färbung enorm wandlungsfähige Stimme staunen lassen. Eine Stimme, die selbst beim Rappen noch nach Chanson klingt und am Ende die Lösung intoniert: Sinn findet, wer niemals aufhört zu fragen - und dem Tod ab und an so richtig ins Gesicht lacht. mehr
- PNP
Ein Entertainer von der tragikkomischen Gestalt.
- Münchner Merkur
Ein virtous gespieltes durchgestyltes Understatement.
- Süddeutsche Zeitung
Kluges und Krauses, Absurdes und Existentielles fügt der Wiener Kabarettist in seinem fünften Soloprogramm zu einem Abend mit hintersinnigen Widerhaken. Er widmet es den wichtigsten Dingen im Leben: Der Liebe und dem Tod. Und das ganz in der großen österreichischen Tradition eines Querulanten wie Qualtinger und eines makaberen Sprachkünstlers wie H.C.Artmann.
- TZ München
Mit rabenschwarzem Humor spielt Groebner ein köstliches, makaber-komisches Typenkabarett, durchsetzt mit Songs zwischen Chanson, Jazz und Schmäh.
- Abendzeitung München
Severin Groebner hat sich durch seine humorvolle Beschäftigung mit Endlichkeiten unendliche dramaturgische Möglichkeiten geschaffen, in surrealen Welten vorzudringen.
- Silvia Lahner - Österreich 1
Groebner verzichtet in „So gibt man dem Leben seinen Sinn“ auf werbewirksame Knalleffekte und vordergründige Verkaufsargumente. Er spielt, er singt und er spricht – und das auf einem Niveau, das mit zum Besten gehört, was Wien in den letzten 10 Jahren Kleinkunst hervorgebracht hat. Anders gesagt: Es ist wie immer eine höchst unterhaltsame Wohltat, Severin Groebner bei der sorgfältigen und engagierten Erledigung seiner wertvollen Arbeit zuschauen zu dürfen. mehr
- Kabarett.at
Groebner ist nicht nur ein gewitzter Erzähler, sondern obendrein ein hinreißender Chansonier.
- Nürnberger Nachrichten
Severin Groebner gießt seine Übertreibungen wie ätzende Säure auf die Bühne - im Verbund mit dem breiten Wiener Dialekt gewinnt das einen bizarr-morbiden Charme. ... Den zweiten Programmteil bestimmt ... ein ausladender Traum, dessen Absurdität Groebner auf die Spitze treibt. ... Wer sich darauf einlässt, auch dem scheinbar Sinnentleerten zuzuhören, kommt in den Genuss vom darstellerischen Talent des Künstlers und einer berauschenden Reise. Chapeau! mehr
- Allgemeine Zeitung Mainz
Kabarett als Theater oder Theater als Kabarett auf hohem Niveau.
- Main Echo
