Salzburger Stier
Im deutschsprachigen Kabarett gilt er als die höchste Auszeichnung: der Salzburger Stier.
Der „Stier“ 2004, dotiert mit 6.000 Euro ging an Olaf Schubert (D), schön&gut (CH) und Severin Groebner (A). Die Verleihung fand am 15.5.2004 in Aschaffenburg statt, Gastgeber war der Bayerische Rundfunk.
Severin Groebner, Jahrgang 1969, aufgewachsen im Helmut-Qualtiger-Hof in Wien, versucht Programme für jene Leute zu machen, die eigentlich nie ins Kabarett gehen wollten. Die anderen lässt er aber nicht zu kurz kommen. Der experimentierfreudige Kabarettist, der auch als Sänger, Vortragskünstler und Performer auftritt, ist auf dem Gebiet der frei assoziierten Pointe so treffsicher, wie kaum ein anderer. 1999 trat er erstmals solo auf – mit dem Programm „Groebner Unfug“. Und jetzt? Als Suchender durchstreift er die Jahrtausende, blättert in Aristoteles` Buch über das Lachen und erforscht den Witz in der hohen, der niederen und der ganz tiefen Minne. Severin Groebner bietet Humor für Fortgeschrittene – und zwar „Ganz im Ernst“.
Die Geschichte des Salzburger Stiers
Es ist die Geschichte eines listigen Schachzuges, der 500 Jahre zurückliegt: Als Salzburg während der Bauernkriege vom Landvolk belagert wurde, zog sich der Adel auf die Festung zurück. Die Fleischvorräte wurden knapp. Nur ein Täuschungsmanöver konnte noch helfen: Der letzte noch lebende Stier wurde jeden Tag neu angemalt und auf der Burgmauer spazieren geführt. Die Besatzer vermutetenunermessliche Fleischreserven und zogen entnervt von dannen.
Homepage des Salzburger Stiers
