Man müsste mal ...
„Man müsste mal...“ hat sich wohl schon jeder einmal gedacht, wenn irgendetwas so richtig schief gelaufen ist, ohne daß man daran etwas hätte ändern können. „Man müsste mal“ ist die Utopie des kleinen Mannes, das Stoßgebet, der in-die-Bredouillie-geratenen.
Auch Jakob Augustin Vladimir Nepomuk Prvni, die Hauptfigur dieses Bühnen-Monologs, sitzt ziemlich in der Klemme. Er hat einen Auftritt, weiß aber nicht, was er spielen soll, die Freundin ist weg, finanziell steht er mit dem Rücken zur Wand und sein Name ist so lang, daß sich den eigentlich keiner wirklich merken kann. Was tut er also? Er denkt sich raus.
In seinem 6. Soloprogramm begibt sich Severin Groebner auf eine Reise in die Welt der unmöglichen Möglichkeiten. In eine Welt, in der Tontechniker spielen, was sie wollen, in der Männer Burkas tragen und in der man schon mal fünf unterschiedliche Biographien haben kann. Dazwischen geht es um die Gedanken, die man sich auf Bohrinseln macht, den guten Klang in Österreich und Zeit und Raum. Er ist witzig, böse, politisch unkorrekt und sogar ein bißchen poetisch. Ein Fest für alle, die einmal dem Alltag entfliehen wollen.
Der Tank ist voll, ein paar Plätze noch frei und die Route ungewiß. Steigen Sie ein, legen Sie den Sicherheitsgurt an, denn: Man müsste mal...?
PRESSESTIMMEN:
Mittelbayerische Zeitung, 12.2.2010
"Schauspielerisch sprengt der gewaltige Klage-Einakter die Grenzen des
herkömmlichen Episoden-Kabaretts. Alles projiziert Groebner auf die
eine Person und ihre Realitätsfluchten. Dramaturgisch ist Charlys
Lamento ein Meisterakt, der auch mal das Blut stocken lässt. Dann
nämlich, wenn er kleine Mädchen in den Keller einlädt: „Der ist
schallgedämmt und ich ungehemmt.“ Oder aber sie lassen das Herz vor
Begeisterung springen, etwa beim Dialog zwischen Zeit und Raum.
Einfach brillant und urkomisch." mehr
Peter Blau kabarett.at
„Man müsste mal“ ist ein mit viel darstellerischem Witz intensiv verkörperter, aberwitzig ausgefranster Klage-Monolog eines zwischen Sein und Schein, Wahrheit und Wollen verirrten Kabarettisten. Zutiefst unzufrieden mit sich und der Welt rückt er den frustrierenden Fakten mit hemmungslosen Hirngespinsten und hoffnungsvollen Utopien zu Leibe. Und verliert damit sukkzessive auch die letzten Reste seiner Bodenhaftung. Tragisch, komisch, gut. mehr
Ursula Burkert Ö1:
Severin Groebner schauspielerischerEinsatz und seine sprachliche Präzision lässt das Einpersonenstück "Man müsste mal..." die Grenzen des Kabaretts überschreiten und doch behält es die Leichtigkeit, die man sich im besten Fall von einem Kleinkunstabend erwarten darf. Gesellschaftliche Fragen werden gleichermaßen im Vorübergehen thematisiert: das Bewusstsein darüber wird somit unaufgeregt signalisiert und gleich darauf kippen Situationen ins Skurril-Absurde. Und ein Thema zieht sich durch den ganzen Abend: Utopien aller Art." mehr
TZ :
"Das ist schon eine tolle Show, die Weltuntergangsstimmungskanone Severin Groebner hier abzieht, mit vielen schönen Effekten, bösen Liedern, melancholischen Selbstreflexionen und einer raffinierten Schlusspointe."
Münchner Merkur:
"Weltuntergangsstimmungskanone!"
MM Penzberg:
"Groebners Lamento ist hinreissend komisch, seine gespielt resignative Grundhaltung erntet die Sympathien der Zuschauer im Sturm." mehr
Wiener Zeitung:
"Es ist die besondere Gabe Groebners, Klischees aufzugreifen und zu
übersteigern. Ein teils explosiver Abend, durch den aber viele Pointen
und Meditationen purzeln."
Standard:
"Dennoch wird sich so mancher von uns in den ebenso vielfältigen wie
haarsträubenden Rollen und Komplexen dieses modernen
Großstadtneurotikers Wiener Prägung wiederfinden, vielleicht mehr, als
uns lieb ist. Denn eigentlich müssten wir ja auch alle...irgendwie."
Nürnberger Nachrichten:
"Die Utopie, das aberwitzige Gedankenspiel als einziger Ausweg aus den bizarren Schach-Matt-Situationen des Lebens – das ist eine bittere, wenn auch wahrhaftige Erkenntnis, die ein großes kabarettistisches Potenzial bietet... Amüsant seine Fantasie vom genüsslichen Sabotage-Akt eines gequälten Tontechnikers bei der Volksmusik-Show, sehr schön auch seine wortverspielte Personifizierung von Zeit und Raum, gallig die Seitenhiebe auf sein Heimatland, 'wo du über den Tisch gezogen wirst und die dabei entstehende Reibungshitze nennt man Nestwärme.' Dazwischen gibt’s pfiffige Liedchen, ein paar schlechte Witze über Leprakranke, Asylbewerber und Todeskandidaten... Am Ende bleibt die Erkenntnis: 'Das Schöne am Rückzug ist, dass man den Weg schon kennt.'"
Schwäbische Post:
"Das war scharfzüngiges, politisches Kabarett."
Tölzer Kurier:
"Der Weg zur Erkenntnis ist im Falle Groebner ein sprachlich ausgefeilter, ein böse schwarzhumoriger, ein markant angriffslustiger."
Badische Zeitung:
"...trotzdem lamentiert sich Groebner mit viel Österreich- Schmäh immer wieder in köstliche Szenarien hinein: Ob Burka-Song, Amoklauf eines Tontechnikers während einer Volksmusik-Gala oder fiktiver Dialog von Raum und Zeit, Groebner bringt seine skurrilen Hirngespinste rund um große und kleine Lebensthemen meist mit schwarzgalliger Schafzüngigkeit auf die Bühne."

